Projekt

Familiäre Hypercholesterinämie (FH) - Wechselwirkung von Lipoproteinpartikeln mit Zellmembranrezeptoren

Projekt

Mai 2019 - Okt. 2020
Die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen umfasst eine Vielzahl an unterschiedlichen molekular-biologischen Prozessen. Dafür verantwortlich sind unter anderem die veränderte Anzahl und/oder eine Fehlfunktion der Lipoproteinpartikel sowie ihrer Rezeptoren. Hierbei bedeutet eine positive Diagnose den gesicherten Nachweis für familiärer Hypercholesterinämie (FH) bei den betroffenen Individuen. Personen mit FH weisen aufgrund einer Mutation meist im LDL-Rezeptor sehr hohe Werte von zirkulierenden LDL-Partikeln und damit Cholesterin auf. Je nach genetischer Variante (homozygot oder heterozygot) und Art des molekularen Defektes ist die kardiovaskuläre Erkrankung mehr oder weniger massiv ausgeprägt und sinkt die Lebenserwartung massiv, meist infolge von frühzeitigem Auftreten von Herzinfarkten, Schlaganfällen und peripherer Atherosklerose. Im Rahmen dieser Vorversuche sollen daher folgende Fragestellungen quantitativ untersucht werden: (1) zu welchem Anteil die direkte Lipoprotein Interaktion und der Frachtaustausch die Fehlfunktion des Rezeptors kompensieren kann, bevor ein zelluläres Versagen (Zelltod) eintritt und (2) ob eine Korrelation zwischen den mikroskopisch bestimmbaren Parametern der entsprechenden FH verursachenden Mutation und der entsprechenden Cholesterinkonzentration, sowie ferner Blutparametern bestimmbar ist. Letztendlich ist unser Ziel, virtuelle Sensoren für die Krankheit zu identifizieren, die auf der Basis von leicht messbaren Werten (Blutwerten, Bilddaten von Zellen) auf die tatsächlich kritischen Werte (genetische Parameter, Diagnose) schließen können.

 

Forschungsprogramm

Land OÖ FTI Struktur


Dieses Projekt wird aus Forschungsförderungsmitteln des Landes Oberösterreich kofinanziert.