Projekt

Enhanced Programme Leadership for Diversity Management in Higher Education

Projekt

Sep. 2017 - Mai 2020
Das Yerevan communiqué sowie nationale Strategien zur sozialen Dimension fordern Hochschulen auf, inklusivere Hochschulzugänge und Lehr-/Lernformen anzubieten, um bisher unterrepräsentierte Studierendengruppen besser in den Studienalltag integrieren zu können. Das Erasmus+ geförderte Projekt „Enhance IDM!“ greift diese Zielstellung auf. Es will für hochschulisches Vielfaltsmanagement sensibilisieren und in weiterer Folge die Diversitäts-Kompetenz jener Akteure stärken, die im laufenden Austausch mit den Studierenden stehen und zudem Einfluss auf die Gestaltung von Studienprogrammen nehmen können: Studiengangsleiter_innen sind zentrale Entscheidungsträger_innen und können die Bedeutung von Vielfaltsmanagement für die optimale Befüllung der Studienplätze und den erfolgreichen Studienverlauf bestehender Studierender deutlich machen. 

In Anlehnung an das von der FH OÖ konzipierte HEAD Wheel wird Diversität in diesem Projekt sehr breit definiert. Es umfasst neben demografischen Merkmalen (z.B. Alter, Beeinträchtigung, ethnische Herkunft, etc.) auch die kognitive (z.B. unterschiedliche Lernzugänge, Wertestrukturen), fachliche (z.B. unterschiedliche Disziplinen) funktionale (z.B. unterschiedliche Rollen) und institutionelle (z.B. interorganisationale Zusammenarbeit) Dimension von Diversität.  

Im Projekt sollen Tools entwickelt werden, die Studiengangsleiter_innen in ihrer Diversitätsarbeit unterstützen können: Web-basierte Trainings sollen Lehrende und Admin-Mitarbeiter_innen für die Bedeutung von Diversitäts-Management sensibilisieren, eingefahrene Verhaltensweisen aufbrechen, Reflexion ermöglichen und Diversitäts-Kompetenz stärken. Eine Toolbox wird Werkzeuge und Informationen zur Verfügung stellen, die die tägliche Diversitätsarbeit am Studiengang und die damit verbundenen Herausforderungen (z.B. barrierefreie Lehr-/Lernmaterialen bzw. Prüfungsverfahren, etc.) vereinfachen sollen. Ein blended-learning Training soll umfassende Unterstützung bei der Entwicklung inklusiver, barrierefreier Curricula geben, um Studierbarkeit verbessern, Studienerfolg nicht-traditioneller Studierender erhöhen und Drop-Out minimieren zu können. Ein Self-Assessment soll schließlich bei der Selbsteinschätzung der eigenen Diversitäts-Kompetenz Hilfestellung bieten und zudem wirksame Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen.

Die genannten Outputs werden in einem internationalen Konsortium gemeinsam mit Expert_innen und Praktiker_innen der TH Köln, der Laurea University of Applied Sciences (Finnland) und der Birmingham City University entwickelt. Jede Institution soll im Sinne von Good Practice-Beispielen den anderen Hochschulen wertvollen Input zur Weiterentwicklung ihrer Diversitätsarbeit liefern.
2019
S. Preymann, E. Park - Diversitätsmanagement und Inklusion im Studienprogramm – Lästige Aufgabe oder sinnvolle Praxis? - Coming Soon - Tagungsband - 2019, Linz, Österreich, 2019, pp. 141-144 mehr
2018
E. Welp-Park, S. Preymann - Programme leaders’ attitudes towards inclusion and diversity management – first results of an international survey - 40th Annual EAIR Forum Budapest, Budapest, Ungarn, 2018, pp. 15 mehr
2018
D. Campbell, R. Aichinger - Epistemic Governance und Dialogische Hochschul-Governance: Das Zusammenspielen von Hochschulmanagement und Hochschulforschung - Zeitschrift für Hochschulrecht, Hochschulmanagement und Hochschulpolitik, Vol. 17, No. 2, 2018, pp. 61-69 mehr