Forschungsschwerpunkt

Software Technologie und Anwendungen

Die Entwicklung spezialisierter Algorithmen zur Analyse von komplexen Daten aus unterschiedlichen Aufgabengebieten der Wirtschaft und Wissenschaft ist eine der größten Herausforderungen an die Informations- und Kommunikationstechnologien. Nicht nur Design und Implementierung effizienter algorithmischer Lösungen, sondern auch die Beherrschung der Komplexität durch geeignete Modelle und die Anwendung moderner Softwaretechniken in parallelen und verteilten Systemen gehören zu diesem Schwerpunkt. Diese Software Technologien finden ihre Anwendungen z.B. in der Produktionsplanungsoptimierung, der Entwicklung virtueller Abgassensoren, der Bilddatenanalyse in der Medizin zur Diagnose und Operationsplanung, in eHealth- und eCare-Applikationen oder in der Modellierung von Stoffwechselprozessen in Organismen.


Heuristische Verfahren und Evolutionäre Algorithmen

Evolutionäre Algorithmen sind allgemeine Verfahren, welche durch die natürliche biologische Evolution inspiriert wurden. Im Josef Ressel-Zentrum Heureka! werden spezielle genetische Algorithmen und Evolutionsstrategien erfolgreich eingesetzt, um Optimierungsaufgaben in unterschiedlichsten wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Problemstellungen zu lösen.


Medizin- und Bioinformatik

In der modernen Medizin eröffnet sich ein vielschichtiges Einsatzgebiet für hoch entwickelte Computersysteme. So können, wie im Projekt Multislice Computertomographie, genaue 3D-Modelle menschlicher Organe langwierige medizinische Untersuchungen ersetzen oder die Entwicklung eines Operationsplans unterstützen. Der Einsatz von wissensbasierten Systemen in der Evidence Based Medicine (EBM) eröffnet neue Zugänge zu medizinischen Datenbeständen. Die Bioinformatik integriert die beiden im Zentrum des technischen Fortschritts stehenden Disziplinen Informatik und Molekularbiologie. Die FH OÖ stellt sich der Herausforderung, Biologen, Genetiker und andere Spezialisten aus den Lebenswissenschaften mit intelligenten Softwaresystemen zur Analyse molekularbiologischer Daten und zur Simulation von biologischen Prozessen zu unterstützen. Basierend auf den Forschungsergebnissen der letzten Jahre wird im Rahmen des COIN-Programms der FFG das neue Bioinformatics Resource Facility Hagenberg, ein Kompetenz- und High-Performance-Rechenzentrum für Bio- und Medizininformatik, aufgebaut.

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