Publikation

Hotbox am FH Campus Wels

Outline:

H. C. Leindecker - Hotbox am FH Campus Wels - Report, FH OÖ Fakultät Wels, Österreich, 2007, pp. 3

Abstract:

Derzeit wird eine besondere technische Laborausstattung im Wert von ca. 100.000 Euro im Campus Wels der FH OÖ in Betrieb genommen: die „Hotbox“. Die korrekte Bezeichnung dafür heißt „geregeltes Heizkastenverfahren“, welches in entsprechenden Normen geregelt ist. Vereinfacht beschrieben besteht diese Messeinrichtung aus zwei Kammern, eine davon wird gekühlt und simuliert Außenbedingungen (zB. -10° C), die andere wird geheizt bzw. auf der konstanten Temperatur von 20° C gehalten und simuliert einen Innenraum. Zwischen den zwei Kammern ist einen Wand mit einer Öffnung, in die Prüfkörper eingesetzt werden können. Eine Vielzahl an Temperatursensoren auf beiden Seiten ermöglichen es festzustellen, wie groß der Wärmestrom durch die Prüföffnung von einer auf die andere Seite ist. Damit ist es möglich, den U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient in W/m2K)- also den Wärmeschutz – von Bauteilen, speziell von Fenstern, zu messen. Fenster sind die Schwachstellen in der thermischen Gebäudehülle. Aufgrund der komplexen Konstruktion von Fenstern, die aus Glas, Glasrandverbund und Rahmen bestehen, ist es schwierig, den Wärmeschutz genau zu berechnen. Daher ist zusätzlich zur Berechnung dieses Wertes die Messung eines real vorhandenen Probekörpers für hochwertige Fensterkonstruktionen sehr zu empfehlen. Diesen Messvorgang können nun die Studierenden der FH OÖ im Studiengang Öko-Energietechnik im Rahmen der Lehrveranstaltungen und Projekte von Prof. Dr. Herbert C. Leindecker nachvollziehen. Ebenso besteht nun für regionale Fensterhersteller die Möglichkeit, ihre Fenster einer Normmessung zu unterziehen. Bisher waren solche Messungen nur außerhalb Oberösterreichs in Wien, Graz oder Rosenheim möglich.