Publikation

Emissionsminderung bei Eisenerz-Sinteranlagen

Outline:

C. Lanzerstorfer, A. Fleischanderl, T. Plattner, W. Ehler, E. Zwittag - Emissionsminderung bei Eisenerz-Sinteranlagen - VDI Bericht 2035, Nürnberg, Deutschland, 2008, pp. 161-170

Abstract:

Die Sinteranlage ist eine der wesentlichen Emissionsquellen der integrierten Hüttenwerke in der Eisen- und Stahlindustrie. Der emittierte Staub enthält einen hohen Anteil an Feinstaub mit einer breiten Palette an Schwermetallen. Weiters enthält das Prozessabgas auch saure Schadgase (SO2, HCl, HF, NOx), Ammoniak und organische Komponenten, die hinsichtlich der Bildung von sekundären Aerosolen von Bedeutung sind. Die Prozessabgase von Eisen-erz-Sinteranlagen werden üblicherweise mittels Elektrofilter entstaubt. In den letzen eineinhalb Jahrzehnten gab es eine Reihe von Entwicklungen zur verbesserten Reinigung der Prozessabgase von Sinteranlagen. Für die Reinigung der Prozessabgase hat sich in den letzten Jahren der zusätzliche Einsatz von Gewebefiltern mit vorgeschalteter Trocken-sorption (zur Abscheidung von sauren Gasen und höhermolekularen organischen Komponenten) als neuer Stand der Technik herauskristallisiert, wobei insbesondere die richtige Auswahl der Filtergewebe für einen zufriedenstellenden Betrieb derartiger Reinigungsstufen sich als wichtig herausstellte. Ergebnisse über erreichbare Reingaswerte im Prozessabgas von Eisenerz-Sinteranlagen werden anhand von Messergebnissen an einer industriellen Pilotanlage und der groß-technischen Abgasreinigungsanlage an der Sinteranlage der voestalpine, Linz,A welche beide von Siemens VAI errichtet wurden, präsentiert. Die Vorteile der gewählten Verfahrens-route – Hochleistungs-Gewebefilter mit vorgeschalteter Trockensorption – gegenüber anderen Verfahrensrouten hinsichtlich erreichbarer Emissionswerte sowie Installations- und Betriebskosten werden diskutiert.