Publikation

NutzerInnenzufriedenheit durch Gebäudeautomation?

Outline:

H. C. Leindecker, D. Mittermaier, S. Zainer - NutzerInnenzufriedenheit durch Gebäudeautomation? - Nachhaltige Gebäude. e-nova Int. Kongress, Pinkafeld, Österreich, 2015, pp. 255-262

Abstract:

Nutzerzufriedenheit stellt das höchste und am schwierigsten zu erreichende Ziel in der Pla-nung und im Betrieb von Gebäuden dar, um ein nachhaltig optimiertes Gebäude („High Per-formance Building“) zu erhalten (Leindecker & Luger, 2013). Dieser Grundsatz, der auch schon den letztjährigen Beitrag zur e-nova einleitete (Leindecker & Dornigg, 2014), gilt na-türlich ebenso für die fortschreitende Automatisierung, welche den NutzerInnen immer mehr Komfort bieten soll. Die Frage, die sich in diesem Kontext stellt, lautet, ob die NutzerInnen das mittels Automatisierung der Komfortsysteme geschaffene Umfeld auch als angenehm empfinden, welche Systeme gerne aus der Hand gegeben werden und welcher NutzerInnen-eingriff besser nicht durch Automatisierung ersetzt wird. Weil die relativ schwer zu quantifizierenden Faktoren der NutzerInnenzufriedenheit ein brei-tes Spektrum umfassen, wird im Rahmen des FFG-Forschungsprojektes MOFNUG („MOdula-rer Fragenkatalog für die NUtzerInnenzufriedenheit in Gebäuden” von vier österreichischen Fachhochschulen mit sehr unterschiedlichen Blickwinkeln, die von Marketing, über Psychologie und Energietechnik bis hin zum Facility Management reichen, von 2013-2016 zusammen-gearbeitet. Als Hauptschwerpunkt wurde eine Online-Umfrageplattform, die als taugliches „Messinstrument“ dienen soll, entwickelt. Dieses Tool soll mit seinen Modulen flexibel auf verschiedenste Gegebenheiten zu reagieren, wie beispielsweise unterschiedliche Gebäudety-pen oder NutzerInnenstrukturen. Ein grundlegendes Modul („Cluster“) beschäftigt sich daher mit der Gebäudetechnik und in weiterer Folge auch mit der Gebäudeautomatisierung. Weitere Zusatzmodule sind geplant oder in Arbeit. Die Online-Befragungen sollten im optimalen Fall mit Untersuchungsmethoden (zB. Raumluftmessungen) aus der parallel zu erstellenden „Toolbox“ begleitet werden.