Publikation

Quantitativer Nachweis zur Wirksamkeit antimikrobieller Oberflächen mittels Fluoreszenzmikroskopie

Outline:

S. Wohlfarth, A. Kempe, J. P. Guggenbichler, R. Mayr - Quantitativer Nachweis zur Wirksamkeit antimikrobieller Oberflächen mittels Fluoreszenzmikroskopie - Tagungsband des 8. Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen, Kufstein, Österreich, 2014

Abstract:

Nosokomiale Infektionen (Krankenhausinfektionen) führen jährlich in Deutschland zu bis zu 15.000 Todesfällen. Weil Kunststoffoberflächen ein günstiges Wachstumsmilieu für Mikroorganismen bieten (Biofilmbildung), wird nach Materialien geforscht, die durch ihre antimikrobiellen Eigenschaften Keime an der Oberfläche vorzeitig abtöten. Durch den Einsatz antimikrobieller Kunststoffe im Patientenumfeld kann die Zahl der nosokomialen Infektionen signifikant reduziert werden. Gängige Verfahren setzen Metalle oder Metalloxide (bspw. Ag, Cu oder TiO2) ein, die an einer Oberfläche antimikrobiell wirken können. Die Firma AMiSTec (Kössen, A) entwickelte in diesem Zusammenhang zwei neuartige Kunststoffe, die Mikropartikel von MoO3 bzw. WO3 enthalten. Der Nachweis über die antimikrobielle Wirksamkeit erfolgte bisher durch den sogenannten „Roll on“-Test, der einen qualitativen Nachweis liefert und bis zu 36 Stunden dauert. In der vorliegenden Arbeit präsentieren wir eine alternative Methode zur Untersuchung solcher Oberflächen mittels Fluoreszenzmikroskopie, die sowohl qualitative als auch quantitative Aussagen über die antimikrobielle Wirkung innerhalb von 6 Stunden erlaubt. Auf 3 unterschiedlichen Polypropylen-Oberflächen wurde mit Pseudomonas aeruginosa als Testbakterium die antimikrobielle Wirkung nachgewiesen.