Publikation

Befragung: Wohnwünsche von Seniorinnen und Senioren in der Region Oberpinzgau

Outline:

A. Riedl - Befragung: Wohnwünsche von Seniorinnen und Senioren in der Region Oberpinzgau - Report, Regionalverband Oberpinzgau, Österreich, 2013

Abstract:

Als wichtiges Projekt zur Sicherung der Lebensqualität in der Region Oberpinzgau sowie zur nachhaltigen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung wurde 2012 das Thema "Leben und Wohnen im Alter" bearbeitet. Dazu wurde eine Masterarbeit an der FH OÖ beauftragt: Müllauer, Annemarie: Versorgung im Alter in der Region Oberpinzgau - Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen. Linz 2012. Weiters wurde in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule OÖ, Campus Linz, im Sommer 2012 eine Befragung aller Personen im Alter von 60+ mittels eines standardisierten Fragebogens durchgeführt. Daraus entstand die Bachelorarbeit von Heim, Melanie: Wie möchten Menschen ab 60 Jahren, in der Region Oberpinzgau, im Alter leben und bei Bedarf gepflegt werden? Linz 2013 mit gleich lautender Forschungsfrage. Der Fragebogen mit fünf A4- Seiten war in 30 Fragen unterteilt und umfasste fünf Themenbereiche: • Derzeitige Wohnsituation • Wohnen im Alter • Betreuungswünsche • Finanzielles und • Sozialdemografische Merkmale Die Befragung erfolgte im Zeitraum Juli und August 2012; 4.645 Fragebögen wurden von den Gemeinden an die Personen älter als 60 Jahre versandt. 1699 Fragebögen konnten ausgewertet werden; die Rücklaufquote betrug 36,6% (je Gemeinde zwischen 26,3% und 46,8%). Die wichtigsten Ergebnisse: • Der derzeitige Wohnraum ist zu 2/3 noch nicht barrierefrei; bei der Hälfte der Befragten wäre ein Umbau möglich. • Die Übersiedlung in eine neue Wohnsituation bei Betreuungsbedarf im Alter ist kein Tabuthema, sondern wird von mehr als 1/3 der Befragten angestrebt. • Leben im eigenen Haus mit „mobilen Diensten“ und Betreutes Wohnen sind die bevorzugten Wohnformen bei Unterstützungsbedarf im Alter (60%); die Unterstützung zu Hause bei Betreuungsbedarf soll vor allem von den Angehörigen oder durch mobile Dienste erfolgen. • Der Wunsch nach einer 24-Stunden-Betreuung zu Hause liegt bei 8,4%. • 69% würden im Alter gerne mit dem Partner zusammenleben und können sich gemeinsam mit diesem einen Umzug in einen altersgerechten Wohnsitz vorstellen. • „Alten- und Pflegeheime“ werden besser angenommen als gemeinhin erwartet (43,3%). • Die bekanntesten sozialen Dienstleistungen sind Alten- und Pflegeheime, Essen auf Rädern, Hauskrankenpflege, Mobile Dienste und Betreutes/ Betreubares Wohnen. Außerdem ist ein besserer Informationsfluss bezüglich sämtlicher sozialer Dienstleistungen, Senioren- u. Beratungsstellen erwünscht. Darüber hinaus wurden für die einzelnen Gemeinden konkrete Anregungen aus der Sicht der älteren Mitbürger gegeben.

2013

Personen:

  • Mag. Dr. Prof. FH Anton Konrad Riedl

Forschungseinheiten: