Publikation

Das Problem der Systemgrenze - Mobilitätsaspekte in der Gebäudebewertung?

Outline:

H. C. Leindecker - Das Problem der Systemgrenze - Mobilitätsaspekte in der Gebäudebewertung? - enova 2012, Pinkafeld, Österreich, 2012, pp. 273-279

Abstract:

Im Rahmen des laufenden 5-jährigen kooperativen FFG-Forschungsprojektes zum Thema "Lebenszyklusorientierte Qualitätsoptimierung von Gebäuden" erstellen 5 österreichische Fachhochschulen unter anderem eine "qualitative Datenbank" [Schrag et al. 2009; Leindecker 2011]. Eine wichtige Rolle bei der Qualitätssicherung und Qualitätsoptimierung von Gebäuden kommt den nationalen und internationalen Gebäudebewertungs- und Zertifizierungssystemen zu. Diese wurden von den 5 Fachhochschulen in verschiedenster Weise durchleuchtet. Dabei werden von der FH OÖ auch die städtebaulichen Kriterien und Qualitäten von Gebäuden untersucht. . Hier zeigt sich sehr gut das Problem der Systemgrenzen bei der Gebäudebewertung: Darf zum Beispiel ein „Passivhaus“ oder „Plusenergiehaus“ als solches bezeichnet werden, wenn durch den Standort des Gebäudes die Mobilität zu einem gewichtigen Faktor für den Ener-gieverbrauch des Gebäudes wird? Darf der Energiebedarf bzw. der Energieverbrauch ohne die Mobilitätsfaktoren überhaupt bewertet werden? Es scheint an der Zeit, den Begriff „Gesamternergiebilanz“ wörtlich zu nehmen, und nicht unter dem Deckmantel der „sauberen wissenschaftlichen Trennung“ grundlegende gesamtheitliche Zusammenhänge zu ignorieren.