Publikation

Qualitätssicherungsmaßnahmen der Innenraumluft im Passivhaus am Beispiel Radon

Outline:

H. C. Leindecker - Qualitätssicherungsmaßnahmen der Innenraumluft im Passivhaus am Beispiel Radon - Tagungsband 15.Internationale Passivhaustagung 2011, Innsbruck, Österreich, 2011, pp. 607-608

Abstract:

Die Qualitätssicherung der Energieeffizienz von Passivhäusern hat sich weitgehend etabliert und setzt sich als energieoptimierter Baustandard durch (zB. Blower-Door-Test). Wesentlich unbekannter und noch sehr selten angewendet werden die Qualitätssicherungsmaßnahmen hinsichtlich Behaglichkeit und Gesundheit in Gebäuden. Die nötigen Maßnahmen hinsichtlich der Innenraumluftqualität können dem Bereich der "Baubiologischen Messtechnik" zugeordnet werden. Diesbezüglich existieren Methoden aus den Bereichen Strahlung, Schadstoffe, Raumklima und Schimmepilze. Im Rahmen eines 5-jährigen kooperativen Forschungsprojektes werden relevante Messmethoden erprobt und bearbeitet. Die interessantesten Ergebnisse werden nun erstmals vorgestellt. Der Beitrag untersucht unter anderem (VOC, Formaldehyd, Partikel) speziell den Einfluss von Passivhäusern auf die Radonkonzentration in Innenräumen. Es wurden drei Passivhäuser und ein Niedrigstenergiehaus untersucht. Die Luftdichtheit wurde mit einer Blower Door Messung ermittelt. Während der Messung wurde das Lüftungssystem mehrere Male abgeschaltet. Die maximalen Radon-Werte ohne Betrieb des Lüftungssystems waren 3 - 4 Mal höher als die Mittelwerte bei Betrieb. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Verwendung des Lüftungssystems einen positiven Effekt auf die Verringerung der Radonkonzentration im Innenraum hat. Es könnte somit neben der Verbesserung der CO2-Problematik ein weiteres, gesundheitlich viel relevanteres Argument für den Einbau von Lüftungsanlagen hinzukommen. Die vorgestellte Untersuchung zum Thema Radon wurde im Rahmen eines Auftrags der AGES-Agentur f. Gesundheit u. Ernährungssicherheit, Linz, durchgeführt.