Publikation

Grundlegende Darstellung der Szenariotechnik als Prognoseverfahren

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H. Hofmann-Prokopczyk - Grundlegende Darstellung der Szenariotechnik als Prognoseverfahren - Report, FH OÖ Fakultät Steyr, Logistikum, Österreich, 2009, pp. 1-45

Abstract:

Die strategische Unternehmensplanung erfordert den Blick in die Zukunft. Sinn dieser Projektionen ist weniger die exakte Treffsicherheit, sondern vielmehr die Auseinandersetzung mit möglichen Entwicklungen und die bewusste Wahl be-stimmter Annahmen. Projektionen werden nicht erstellt um recht zu behalten, sondern um sich besser auf die zukünftigen Entwicklungen einzustellen, sowie besser zu planen, als auch besser zu entscheiden. Um sich gegenwärtig auf möglich alternative Zukunftsbilder einstellen zu können, sprich Maßnahmen und Handlungen zu setzen für etwaige gewünschte oder unerwünschte zukünftige Situationen, müssen Annahmen für die Zukunft, sogenannte Szenarien gebildet werden. Ein einheitliches und konsistentes Bild der Zukunft wird es in den seltensten Fällen geben, vielmehr spricht man von unterschiedlichen Ausprägungen beziehungsweise differenzierten Projektionen für die Zukunft. Aussagen über zukünftige Entwicklungen – egal um welches Prognoseverfahren es sich handelt – sind immer mit Unsicherheiten verbunden sind. Daher ist es wichtig, möglich gehaltenen Entwicklungen in einer systematischen Vorgehensweise zu erarbeiten, zu begründen und sie durch ein geeignetes Prognoseverfahren zu einem konsistenten Gesamtbild zu verknüpfen. Das Ziel sollte nicht vorrangig darin liegen, exakte Treffsicherheit zu erzielen, sondern vielmehr sich bewusst mit möglichen Entwicklungen auseinanderzusetzen, bestimmte Annahmen zu wählen, Engpässe zu erkennen, Diskontinuitäten zu sensibilisieren, mögliche Konsequenzen aufzuzeigen und in Alternativen zu denken. Nach einleitenden Worten zur Problemstellung fokussiert sich der nachstehende Teil auf die Darlegung der Grundzüge der Szenario-Technik. Nach einer Abgren-zung von verwandten Begriffen wird auf die Entwicklungsgeschichte sowie auf die Einordnung der Szenario-Technik als Prognoseverfahren eingegangen. Beschreibungen zum Denkmodell und den Dimensionen der Szenario-Technik schließen das Kapitel ab. Der dritte Teil der Arbeit behandelt eine grundlegende Darstellung der methodischen Vorgehensweise zur Erstellung von Szenarien und konzentriert sich dabei auf die Vorgehensweise nach Geschka/Hammer und von Reibnitz. Die methodischen Arbeitsschritte der Szenario-Technik werden unterstützt durch ausgewählte Hilfsmittel. Diese werden im vierten Teil vorgestellt und kritisch hinterfragt; insbesondere die Aufgabenanalyse, Wirkungs- und Kon-sistenzanalyse. Ein Fazit und kurzer Ausblick runden die wissenschaftliche Arbeit ab.

2009

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