Projekt

CARDIO AFM - Morphologische Herzmuskeldiagnostik mit dem Atomkraftmikroskop

Beschreibung:

 

An der FH OÖ wurde eine Methodik entwickelt, die es ermöglicht mittels Kennzahlen Prognosefaktoren in der Entwicklung von Gehirntumoren bestimmen zu können. Dadurch können neuartige Diagnosekriterien zur Malignitätsbestimmung herangezogen werden. Auf Grund der hohen Auflösung (Zellebene) ist dieser Ansatz mit den vorhandenen klassischen bildgebenden Verfahren nicht möglich.

Diese Methode soll nun in der Kardiologie eingesetzt und angewendet werden, um

a) Erkrankungen des Herzmuskels ebenfalls mittels Kennzahlen einer objektiven physikalischen Bewertung zu unterziehen. Dabei soll auch der Einfluss von Risikofaktoren mit untersucht werden.

b) In einem 2. Schritt ist geplant Veränderungen am Herzmuskel darzustellen, die durch Verabreichung herzstärkender und kreislaufstabilisierender Arzneimittel entstanden sein können. Dabei wollen wir eventuell vorhandene Kontraindikationen morphologisch feststellen, die Auswirkung verschiedener Medikamente vergleichen und Veränderungen in Abhängigkeit zur Dosierung untersuchen, um neue Erkenntnisse in der Behandlung der Herzinsuffizienz zu gewinnen.

Die morphologischen Analysen werden eine bessere Einschätzung der tatsächlichen Belastbarkeit des Herzmuskels ermöglichen. Damit können wesentlich früher und effizienter Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, die mittel- bis langfristig die Prävalenz von Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich reduzieren werden.

Zudem wird die auf objektiven Kriterien beruhende Kennzahlenbildung der Wirkung bestimmter Risikofaktoren auf den Herzmuskel eine bessere Einschätzung deren Gefährlichkeit ermöglichen, besonders dann, wenn mehrere Risikofaktoren gleichzeitig wirken.

Weiters werden sich auch bestimmte Anwendungen in der Therapie und in der Intensivmedizin objektiver beurteilen lassen. Wir werden neue Erkenntnisse in der Genese der Herzmuskel- Hypertrophie und -Dilatation gewinnen. Morphologische Untersuchungen an histologischen Schnitten werden hier Klarheit schaffen.

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2012-01-01 - 2014-07-01

Leitung:

Personen:

Forschungsschwerpunkte:

Forschungseinheiten:

Kooperationen:

  • Landesnervenklinik Wagner-Jauregg

Forschungsprogramm:

Regio 13

Das Projekt wurde im Rahmen des EU-Programms "Regionale Wettbewerbsfähigkeit OÖ 2007-2013 (Regio 13)" aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Mitteln des Landes OÖ gefördert.

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