Projekt

4EMOBILITY

Beschreibung:

Speziell in Zeiten steigender Rohstoff- und Energiekosten und hoher Umweltbelastung durch den Verkehr gilt es neue Denk- und Lösungsansätze zur Erfüllung von Mobilitätsbedürfnissen sowohl im privaten wie auch im unternehmerischen Umfeld und zur effizienten Nutzung der eingesetzten Energie zu entwickeln.

Die oberösterreichische Wirtschaft wird von Herstellen und Zulieferfirmen im Automotive-Bereich dominiert und hat großes Potenzial in den Bereichen Energieeffizienz, Umwelttechnik und neue Mobilität eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Energieeffiziente bzw. ökoverträgliche Mobilität versteht sich als die Organisation der Raumüberwindung durch einen effizienten Energieeinsatz bei gleichzeitiger Verminderung negativer Umwelteinwirkungen. Die Systemtransformation vom aktuellen Zustand zu einem zielkonformeren System ist dabei nicht allein eine Frage der Mobilitätstechnologien, sondern auch eine Frage der gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und logistischen Rahmenbedingungen, um diesen neuen Technologien eine entsprechende Marktakzeptanz zu verschaffen.

Im Rahmen des vierjährigen Projekts 4EMOBILITY der FH OÖ F&E GmbH wird daher dieses Thema ganzheitlich aus verschiedenen Aspekten beleuchtet und interdisziplinär in vier Modulen bearbeitet:

Alternative Antriebe / E-Mobility / LeichtbauInformations- und Kommunikationstechnologien für E-Mobilität (ICT4EMOBILITY)Energieeffiziente Logistik Technologietransfer und Dissemination

Energieeffiziente Mobilität kann u.a. durch E- oder Hybridantriebe im Individualverkehr umgesetzt werden. Aus diesen Konzepten ergibt sich Forschungsbedarf im Bereich der Materialentwicklung und der elektrischen Systemtechnik (z.B. Batterien und Schaltgeräte). In Verbindung mit erneuerbaren Energien und den entsprechenden Energieträgern kann eine positive CO2 Bilanz (auch der gesamten Erzeuger/Verbraucherkette) und damit auch eine Kostensenkung bei CO2 Zertifikaten erreicht werden.

Eine weitere Möglichkeit zur Umsetzung energieeffizienter Mobilität ergibt sich im öffentlichen Verkehr. Hochentwickelte Verkehrsleittechnik ermöglicht es vor allem die Kombination aus öffentlichem und Individual-Verkehr effizient und bequem zu gestalten. Auch der Steuerungssoftware für Bahnsysteme kommt eine besondere Bedeutung zu. Deren Entwicklung verlangt Software-Life-Cycle Prozesse und modellbasierte Designkonzepte, die den steigenden Anforderungen an Effizienz, Qualität und Sicherheit in diesem hochautomatisierten Umfeld genügen.

Hochentwickelte, computerbasierte Optimierungsverfahren können zusammen mit der Anwendung von mobilen Near Field Communication (NFC) Technologien dazu beitragen, hochkomplexe Logistikprobleme zu lösen, die Tourenplanung zu optimieren und auf der zu befahrenden Wegstrecken durch mobile Zeit- und Orts-basierende Services eine umfassende Steuerung der laufenden Logistikprozesse zu ermöglichen. Dabei müssen allerdings auch die speziellen technischen Anforderungen und Problemstellungen berücksichtigt werden, die eine gleichzeitige Anwendung verschiedenster Kommunikationstechnologien auf engstem Raum mit sich bringen.

Alternativ dazu gilt es aber auch neuartige Konzepte zur Unterstützung „virtueller Mobilität" in Form von kollaborativen E-Working-Portalen zu entwickeln, die dazu beitragen, den Bedarf an physischer Mobilität zur Erreichung der gewünschten Arbeitsleistung zu reduzieren und damit Mobilitätskosten ein zu sparen.

11/2009 - 12/2013

Leitung:

Personen:

Forschungsschwerpunkte:

Forschungseinheiten:

Forschungsprogramm:

Regio 13

Das Projekt wurde im Rahmen des EU-Programms "Regionale Wettbewerbsfähigkeit OÖ 2007-2013 (Regio 13)" aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) sowie aus Mitteln des Landes OÖ gefördert.

logo

Publikationen: