Projekt

Radonbelastung in Passivhäusern

Beschreibung:

Die Qualitätssicherung der Energieeffizienz von Passivhäusern hat sich weitgehend etabliert und setzt sich als energieoptimierter Baustandard durch (zB. Blower-Door-Test). Wesentlich unbekannter und noch sehr selten angewendet werden die Qualitätssicherungsmaßnahmen hinsichtlich Behaglichkeit und Gesundheit in Gebäuden.

Qualität sollte messbar sein. Die nötigen Maßnahmen hinsichtlich der Innenraumluftqualität können dem Bereich der "Baubiologischen Messtechnik" zugeordnet werden. Diesbezüglich existieren Methoden aus den Bereichen Strahlung, Schadstoffe/Raumklima, Pilze/Bakterien. Die FH OÖ am Campus Wels erprobt und bearbeitet im Rahmen eines Forschungsprojektes relevante Messmethoden, welche im Überblick vorgestellt werden.

Dieses Projekt untersucht speziell den Einfluss von Passivhäusern auf die Radonkonzentration in Innenräumen. Es wurden drei Passivhäuser und ein Niedrigstenergiehaus in Oberösterreich untersucht. Die Luftdichtheit wurde mit einer Blower Door Messung ermittelt.

Während der Messung wurde das Lüftungssystem mehrere Male abgeschaltet. Die maximalen Werte ohne Betrieb des Lüftungssystems waren 3 - 4 Mal höher als die Mittelwerte bei Betrieb.

Dies weist darauf hin, dass die Verwendung des Lüftungssystems einen positiven Effekt auf die Verringerung der Radonkonzentration im Innenraum hat. Es könnte somit neben der Verbesserung der CO2-Problematik ein weiteres, gesundheitlich viel relevanteres Argument für den Einbau von Lüftungsanlagen hinzukommen.

Im Laufe des Projektes werden noch weitere Recherchen, Messungen und Konzepte bearbeitet.