Projekt

LQG Lebenszyklusorientierte Qualitätsoptimierung von Gebäuden FH+

Beschreibung:

Bei Bauherrenentscheidungen und Beurteilungen von Planungsalternativen dienen bisher primär Investitionskosten und Ausstattungsmerkmale als Entscheidungsgrundlage. Die Summe aus Energie-, Reinigungs- und Wartungskosten während
des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes beträgt ein Mehrfaches dieser Investitionskosten (Abbildung 1) und die Nutzerzufriedenheit hängt nicht nur von der technischen Ausstattung sondern einer Reihe von Qualitätsmerkmalen ab. Bei einer lebenszyklusorientierten Gebäudeplanung ist, trotz einer Vielzahl bereits abgedeckter Einzelbereiche, das Zusammenführen der sehr komplexen Informationen nach wie vor sehr schwierig. Diese „Überforderung“ der einzelnen Planer verhindert bislang eine breite Anwendung. Durch den Aufbau des „FH_netzwerk_BAU“ der beteiligten FHs soll für die österreichische Bauwirtschaft ein Partner mit der gebündelten Kompetenz aus allen Bereichen der lebenszyklusorientierten Gebäudeplanung entstehen. Diese Kompetenz wird erreicht durch die enge Vernetzung von fünf Fachhochschulen, die in ihren jeweiligen, auf einander abgestimmten Schwerpunkten Expertenwissen in gleich großem Umfang aufbauen.
• HS Kufstein
• FHS Burgenland, Pinkafeld
• FH Joanneum, Graz
• FH OÖ, Campus Wels
• FH Kärnten

Dieser Aufbau an Forschungskompetenz deckt sich mit der Gesamtentwicklung der jeweiligen FHs, da das erarbeitete Wissen die Einführung von insgesamt 9 Masterstudiengängen unterstützt. Den österreichischen Planern und Entscheidern für die Errichtung (und Sanierung) von Gebäuden wird durch das FH_netzwerk_Bau und durch die entwickelten Methoden eine frühzeitige Hilfestellung für eine lebenszyklusorientierte Qualitätsoptimierung zur Verfügung gestellt. Damit soll der Paradigmenwechsel zu einer integrativen Beurteilung mit den gesamten Lebenszykluskosten, ökologischen Auswirkungen (Emissionen und Ressourcenverbrauch), Nutzerzufriedenheit und Ergebnissen von umfassenden Evaluierungen von Immobilien unterstützt werden. Nicht zuletzt wird dadurch ein Beitrag zu den gesamtgesellschaftlichen Problemen der drohenden Energieknappheit, der Umweltbelastung und der Klimaerwärmung geleistet. Ausgehend von bereits bestehenden Methoden (Baukosten- u. Baudatennormen, Energieausweis, GEFMA 220, ökobox, OI3-Index, ISO 14040ff,etc.), veröffentlichten Studien (HdZ), Datenbankauswertungen und detaillierten Gebäudeanalysen werden Methoden der Vernetzung, bauteil- und technikspezifischer Daten für Lebenszykluskosten und ökologische Auswirkungen ermittelt und datenbankgestützt zusammengeführt. Da viele spezifische Daten eine viel zu hohe Auflösung für wichtige anfängliche Entscheidungsprozesse bei einem Bauvorhaben darstellen, werden sie für die verschiedenen Stufen des Planungsprozesses (Wettbewerbsauswahl, Variantenentscheidung, etc.) aufbereitet. Dabei werden auch die Auswirkungen der Entscheidungen auf die zu erwartende Nutzerzufriedenheit und die Qualitätssicherung von Energieeffizienz, Bauökologie u. -biologie berücksichtigt.

11/2008 - 12/2013

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