Projekt

Prozessoptimierung in der Kleinserienfertigung mit manuellen Arbeitsplätzen

Beschreibung:

Das erst kürzlich übernommene Tochterunternehmen eines Konzerns fertigt mit 15 MitarbeiterInnen Verdrahtungen für den Schaltschrankbau, Systemkabel und Kabelbäume sowohl für den Eigenbedarf des Konzerns als auch für externe Kunden. Die räumliche Situation am Standort ist äußerst beengt (es wurden bereits externe Lagerflächen angemietet), weshalb entweder eine Verlegung der Fertigung in einen Neubau an einen anderen Standort oder eine weitere Anmietung von Hallenflächen überlegt wurde. Da zusätzlich auch die geforderten Leistungen nicht erbracht werden können und die Ergebnissituation unbefriedigend ist, sollte der Fertigungsbereich von einem PMT-Team im Zuge einer Kurzstudie auf Optimierungsmöglichkeiten durchleuchtet werden.

Die Untersuchung des IST-Zustandes zeigte folgende Ansatzpunkte für Veränderungen.

Schlechte Ausführungsqualität führt zu häufigen und umfangreichen Reparaturen/ Nacharbeiten an den Produkten. Unbefriedigender Ausbildungs- und Einarbeitungszustand an der Systemkabellinie durch schlecht abgestimmte Kapazitäten, häufig wechselnde Tätigkeiten, unklare Arbeitsanweisungen, schlecht gestaltete Arbeitsplätze und Materialflüsse.Katastrophale Platzsituation in den Lagerorten und im Bereich der Fertigung durch hohe Ladenhüterbestände und einen viel zu großen Bestand an Halbfertigfabrikaten.Die einzelnen Fertigungsstellen sind aufgrund der baulichen Situation über mehrere Geschoße aufgeteilt (Stockwerksfertigung), was zu ungünstigen Materialflüssen und beengten bzw. verstellten Verkehrswegen führt.Die verwendete Grobplanung entspricht nicht den Anforderungen an ein brauchbares System, da weder die Taktzeiten auf veränderliche Arbeitsinhalte abgestimmt sind, noch das geforderte Leistungsniveau durch die MitarbeiterInnen erreicht werden kann (es sollen täglich 200 Systemkabel gefertigt werden, was nach den verfügbaren Unterlagen nur in Ausnahmefällen gelungen ist). Fehlende Feinplanung, unklare Tages- und Reihenfolgevorgaben dürften die geforderte Leistung ebenfalls negativ beeinflussen.

Der gesamte Produktionsbereich wurde vor Ort untersucht. In mehreren Gesprächen mit dem Standortleiter, Produktionsleiter und Vertriebstechniker sowie verschiedenen MitarbeiterInnen der Fertigung und des Lagers wurden die aktuellen Abläufe und Problemstellungen erhoben. Aus den Untersuchungen wurden detaillierte Verbesserungsvorschläge für Organisation, Fertigungsabläufe, Planung und Logistik erarbeitet und vorgestellt.

Auf Basis der vorhandenen Bestands-, Bewegungs- und Leistungsdaten wurden stichprobenartig Analysen wie Anteil Ladenhüter, ABC-Analyse, Schnelldreher, Verbrauchsmengen, etc. erstellt. Dabei hat sich gezeigt, dass durch einen extrem hohen Anteil an Ladenhütern bzw. Langsamdrehern die vorhandenen Lagerflächen zu mehr als 60% blockiert werden. Es wurde daher vorgeschlagen, durch Aufbrauch/ Verschrottung/ Rückgaben der Materialien die Bestände drastisch zu reduzieren, damit die Platzsituation deutlich zu verbessern und auf die Anmietung weiterer Flächen zu verzichten.

8/2008 - 12/2008

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Auftragsprojekt