Projekt

Embedded-Conwip

Beschreibung:

CONWIP steht für Constant Work in Process und ist eine Produktionssteuerungslogik, die sich aus Kanban entwickelt hat. CONWIP begrenzt die Arbeitsinhalte in der Fertigung mit dem Ziel die Bestands- und Durchlaufzeitschwankungen zu reduzieren.

In der Literatur wird mit CONWIP bei gleicher Liefertreue und gleichem Durchsatz eine Reduktion von Bestand und Durchlaufzeit um bis zu 30 % über Simulationsstudien und Warteschlangenmodelle nachgewiesen. In diesen Studien sind jedoch nur wenige Anforderungen an ein PPS Modell aus der Praxis berücksichtigt. Schwierigkeiten bei der Einbindung von CONWIP in ein PPS Modell ergeben sich beispielsweise in den Aufgaben Lieferterminzusage, Aufteilung in mehrere Steuerungsabschnitte und bei der Parameterfestlegung für diese Steuerungsabschnitte. Aufgrund der fehlenden Einbindung in bestehende PPS Modelle ist eine in ERP Systeme integrierte Anwendung von CONWIP in der Praxis derzeit nicht anzutreffen. Ob CONWIP unter Berücksichtigung von Anforderungen aus der Praxis zu einem PPS Modell, das die Vorteile aus der Literatur verwertet, weiterentwickelt werden kann, ist noch offen.

Das Forschungsprojekt E-CONWIP zielt darauf ab die Lücke zwischen dem theoretischen Ansatz von CONWIP und den bisher negierten praxisrelevanten Anforderungen an ein PPS Modell zu schließen. Es werden bestehende PPS Methoden adaptiert und neue entwickelt um ein auf CONWIP angepasstes PPS Modell zu erhalten. Gestützt wird dies auf eine Anforderungsanalyse bei den Partnerunternehmen. Dieses PPS Modell wird dann im Zuge von praxisnahen Simulationsstudien mit bestehenden PPS Modellen verglichen.

Im Zuge des Projektes wurde ein Leifaden zur Einführung von CONWIP erstellt, der neben der grundsätzlichen Funktionsweise und den notwendigen Parametern von CONWIP vor allem die praktische Umsetzung dieser Produktionsplanungsmethode im Unternehmen beschreibt.

9/2007 - 6/2010

Leitung:

Personen:

Forschungsschwerpunkte:

Forschungseinheiten:

Kooperationen:

  • BRP Rotax GmbH & Co. KG
  • KTM Kühler GmbH
  • MIBA Sinter Austria GmbH

Forschungsprogramm:

FFG Bridge

Das Projekt wird durch das BRIDGE Brückenschlagprogramm der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG unterstützt.

Publikationen: