Projekt

Digitally Connected Industry Network

Beschreibung:

Das Projektvorhaben DiCoIN - Digitally Connected Industrial Network - hat sich eine weitreichende Digitalisierung von industriellen Wertschöpfungsnetzwerken zum Ziel gesetzt. Damit ist in erster Linie der intensivere Daten- und Informationsaustausch der am Wertschöpfungsnetzwerk beteiligten Akteure - den Industriebetrieben, ihren Zulieferern sowie den Transportpartnern - wie auch die Automatisierung und Entscheidungsunterstützung in den begleitenden Prozessen gemeint. Industrielle Wertschöpfungs- und Produktionsprozesse spielen sich in zunehmend komplexen Netzwerken ab, an denen hunderte von Unternehmen gleichzeitig beteiligt sein können. Die Koordination solcher Netzwerke stellt keine triviale Aufgabe dar, da Materialbedarfe, Lieferzeiten, Verfügbarkeiten und Transportkapazitäten in Einklang gebracht werden müssen, mit dem Ziel, die eigene Prozesssicherheit auch bei auftretenden Störungen und Engpässen sicherzustellen.

Die beiden oberösterreichischen IKT Start-Ups Satiamo und Curecomp vernetzen schon jetzt hunderte Lieferanten und Transportpartner mit Industriebetrieben und vereinfachen bzw. digitalisieren die damit verbundenen Abläufe. Im Rahmen des DiCoIN Projekts sollen diese Abläufe weiter verbessert und der bestehende Leistungsumfang der existierenden Plattformen um neue digitale Dienste sowie innovative Automatisierungs- und Entscheidungsunterstützungsansätze erweitert werden. Dies soll gemeinsam mit ausgewählten oberösterreichischen Industriepartnern aus unterschiedlichen Branchen anhand der im Projekt zu realisierenden experimentellen Prototypen untersucht werden.

Im Projekt DiCoIN soll das Gesamtmodell für einen digitalisierten Materialbereitstellungsprozess entwickelt werden. So sollen digitale Lieferscheine erstellt werden, die in einem zweiten Schritt die Ausgangsbasis für die automatisierte Transportabwicklung darstellen. Mittels Predictive Analytics soll darauf aufbauend ein risikobasiertes Prozesscontrolling des Materialbereitstellungsprozesses aufgesetzt werden, welches die Einhaltung von Prozess- und Lieferzeiten sicherstellt. Menschliche Akteure sollen nur noch in Ausnahmefällen in den Prozess eingreifen. Letztendlich soll auch die Qualitätssicherung multimedial unterstützt werden, um beispielsweise Reklamationsbearbeitungen mittels Smartphone-App zu ermöglichen.