Projekt

Cognitive demands of flexible work: Risks and challenges

Beschreibung:

Ausgangssituation:

Arbeit wird in zeitlicher und örtlicher Hinsicht zunehmend flexibler. Immer weniger Personen unterliegen der klassischen Büroroutine mit einem festen Arbeitsplatz und festen Arbeitszeiten von 9 bis 17 Uhr. Arbeit wird an unterschiedlichen Orten im Unternehmen, aber auch außerhalb des Büros, unterwegs oder zu Hause erledigt – und das zu unterschiedlichsten Zeiten. Diese Form des Arbeitens fordert von den Beschäftigten ein hohes Maß an Selbstkontrolle und Eigenmotivation und von Seiten der Unternehmen die Schaffung geeignete Rahmenbedingungen.

Obgleich flexible Arbeitsarrangements häufig als Schlüssel zu höherer Produktivität, stärkerem Arbeitsengagement und einer besseren Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben gesehen werden, zeigen bisherige Forschungsergebnisse ein komplexeres Bild. Nicht immer führen zeitliche und örtliche Flexibilität zu den gewünschten Ergebnissen.

Ziele und Nutzen:

Ziel des Projekts „CODEofWORC“ ist es, herauszufinden,

1) unter welchen Bedingungen flexibles, selbstgesteuertes Arbeiten kurz- und langfristig mit Leistung, Engagement und Wohlbefinden der Beschäftigten sowie einer besseren Work-Life-Balance einhergeht.

2) ob es zur Entfaltung dieser positiven Effekte bestimmter organisationaler Rahmenbedingungen oder persönlicher Fähigkeiten der Beschäftigten bedarf.

3) welche zugrunde liegenden Mechanismen die positiven (oder negativen) Effekte erklären (z.B.: Kompetenzzuwachs oder mangelndes mentales Abschalten von der Arbeit).

Inhalt und Vorgehen:

Zur Klärung der oben genannten Fragen werden Beschäftigte in Unternehmen befragt, die auf eine flexiblere Arbeitsgestaltung umstellen. Dabei kommen vielfältige sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden zum Einsatz:

1) Wiederholte standardisierte, schriftliche Befragungen (kurzfristig über den Verlauf von zwei Arbeitswochen und langfristig über den Verlauf eines Jahres)

2) Beobachtungsinterviews

3) Evaluation einer Intervention zur Verbesserung des Umgangs mit flexibler Arbeit seitens der Beschäftigten

Ergebnisse:

Neben Erkenntnissen über die Wirkung einer flexiblen Arbeitsorganisation in Hinblick auf Planungs- und Entscheidungsanforderungen bzw. Selbstrelationsanforderungen an die Beschäftigten liefert das Projekt Aufschlüsse über organisationale und personale Rahmenbedingungen, die bei der Einführung flexibler Arbeit zu beachten sind. Weiters soll das im Rahmen des Projekts evaluierte Trainingsprogramm Beschäftigten dabei helfen, bestmöglich mit den Anforderungen flexibler Arbeit umzugehen.