Projekt

TeaSTAR

Beschreibung:

Etwa 30-40% der ÖsterreicherInnen leben mit einem hohen gesundheitlichen Risiko und fallen somit in das Schema des "Metabolischen Syndroms" (Hypertonie, Adipositas, Diabetes und in weiterer Folge Krebserkrankungen). Hauptursachen hierfür sind in der westlichen Gesellschaft vor allem ein generell ungesunder Lebensstil und in vielen Fällen eine falsche Ernährung. Folglich wird in Zukunft das Gesundheitssystem stärker belastet was zu gesellschaftspolitischen Problemen führen wird. Eine richtige Ernährung bzw. der Konsum von maßgeschneiderten natürlichen Lebensmittel wäre ein erster Schritt um dem wachsenden Gesundheitsrisiko präventiv entgegen zu wirken.

Tee (Camellia sinensis) ist eines der beliebtesten Getränke weltweit und wird vor allem im asiatischen Raum ob seiner gesundheitsfördernden, anti-kanzerogenen, anti-inflammatorischen, anti-oxidativen, anti-neurodegenerativen und anti-atherogenen Eigenschaften geschätzt.

Österreichische Teetrinker haben einen Pro-Kopf-Jahreskonsum von rund 33 LItern und liegen somit international gesehen im guten Mittelfeld, wobei Kräuter- und Früchtetees hierzulande mit knapp 80% den Hauptanteil der verkauften Teearten ausmachen. Die traditionsreichen echten grünen und schwarzen Tees sind mit gerade einmal 20% eine Minderheit. Bezüglich der vielfach belegten gesundheitsfördernden Wirkungen sind es aber besonders diese beiden Teesorten, die bevorzugt konsumiert werden sollten.

Im Rahmen dieses Projektes soll versucht werden, auf Basis ausgewählter Teesorten innovative pharmazeutische Teeprodukte zu entwickeln, welche reich an wirkungsvollen und wissenschaftlich belegten gesundheitsfördernden Substanzen sind. Durch die in zahlreichen epidemiologischen Studien nachgewiesenen vielversprechenden gesundheitsfördernden Wirkungen könnten diese Teeprodukte einen wertvollen präventiven Beitrag liefern.

Um den genauen Einfluss der Ernährung bzw. einzelner physiologisch aktiver Lebensmittelinhaltsstoffe auf die menschliche Gesundheit klären zu können ist es notwendig, mittels geeigneter biologischer Testsysteme die tatsächlichen molekularen Mechanismen zu erforschen und bei der Produktentwicklung mit zu berücksichtigen. Für eine erfolgreiche Umsetzung dieses Vorhaben sind somit folgende Schritte geplant:
1) Bioanalytische Charakterisierung der Tee-Rohmaterialien und deren Inhaltsstoffe sowie Teeprodukte mittels HPLC und anderer physicochemischer Methoden.
2) Biochemische Charakterisierung der Tee-Rohmaterialien und deren Inhaltsstoffe sowie Teeprodukte mittels innovativer Methoden der Zell- und Molekularbiologie sowie Biophysik (z.B. Fluoreszenzmikroskopie, ELISA, micro-patterning und Bioverfügbarkeitsstudien).
3) Produktentwicklung auf Basis der gewonnen Erkenntnisse mit Fokus auf den identifizierten potentiellen Wirkfraktionen.

Ziele: Im Rahmen dieses Projektes sollen ausgewählte Teerohstoffe (Grün- und Schwarztee, Matchatee,...) und deren Inhaltsstoffe hinsichtlich ihrer molekularen Wirkungsweise in menschlichen Zellen bzw. im Körper selbst charakterisiert werden. Dies soll in die Entwicklung von optimierten und innovativen Teeprodukten münden, welche zur Prävention von wichtigen Zivilisationskrankheiten eingesetzt werden können. Vordergründig wird der Fokus auf die Themengebiete (Darm)Krebs und Diabetes (und damit verbunden Adipositas) gelegt.