Projekt

Trimodaler Umschlagplatz Hafen II - Effizienter Fluss durch digitale Vernetzung

Beschreibung:

Im Projekt TRIUMPH II wird das Konzept eines intelligenten Kommunikationshubs entwickelt, der alle Prozessbeteiligten der multimodalen Transportkette digital (EDI-Standards) vernetzt. Zusätzlich werden Daten aus Intelligenten Verkehrssystemen (IVS) integriert. Der Hub soll Abweichungen erkennen und an die Partner proaktiv kommunizieren können. Die neue Transparenz bildet die Basis für cross-modale Koordination und Verbesserungen der Umschlag- und Lagerungsprozesse am Hafen bzw. Terminal. Darüber hinaus liefert TRIUMPH II einen Beitrag zur Verlagerung von Güterströmen auf Binnenwasserstraße und Schiene.

Multimodal durchgeführte Transporte gestalten sich häufig als sehr komplex aufgrund eines erhöhten Manipulationsaufwands, der Vielzahl an Prozessbeteiligten und deren schlechter wechselseitiger Abstimmung. Dies beruht auf einer wenig vorhandenen Informationslage über den vor- oder nachgelagerten Prozesspartner und eingeschränkter Kommunikationsformen.

Das Projekt TRIUMPH II hat die Entwicklung eines innovativen Kommunikationskonzepts zum Ziel, das alle am Transportprozess beteiligten, am, vor oder nach dem Hafens/Terminals angesiedelten Partner unterschiedlicher Organisationen und deren Prozesse enger miteinander verzahnt. Durch automatisierte Datenzugriffsregelungen via EDI-Standards und einer intelligenten, proaktiven Clearingstelle soll eine digitale, intelligent Vernetzung erreicht werden, ohne administrative Mehraufwände zu erfordern. Die Komplexitätsreduktion durch Standardisierung und Beseitigung von Ineffizienzen und die bessere Informationslage führen zu Einsparungen von Transaktionskosten, Durchlaufzeitverringerung von Geschäftsprozessen, Vermeidung von Leerhüben aufgrund besserer Ankunftsprognosen und Containervorsortierung sowie Vermeidung von Medienbrüchen und häufig daraus resultierenden Fehleingaben. Dabei werden im Hintergrund bei jedem Geschäftsfall die Zugriffsrechte nur auf transportrelevante Daten wie z.B. die aktuelle Position eines ankommenden Lkw und Verkehrsstörungsmeldungen aus intelligenten Verkehrssystemen (IVS) bereitgestellt. Der Kommunikationshub soll Abweichungen erkennen und Folgeprozesse bei Partnern anstoßen können.

Durch die gesteigerte Informationsverfügbarkeit können nun Prozesse zwischenbetrieblich und cross-modal koordiniert werden. Dadurch reduzieren sich Lkw-Standzeiten, Leerhübe, Kommunikationskosten, etc. und führt letztlich zu Kostenreduktionen in multimodalen Transportketten.
Weiters liefert TRIUMPH II einen Beitrag zur Verlagerung von Transportsubstrat auf Schiene und Binnenwasserstraße, da multimodal durchgeführte Transporte mithilfe des Kommunikationshubs für den Disponenten einfacher zu steuern sind.

Durch das Konsortium erschließt sich dem Projekt der Zugang zum Standardisierungsstandard „Global Standards Management Process (GSMP)“, der DIE globale Plattform für standard-basierte Lösungen zur Effizienzsteigerung der Wertschöpfungskette darstellt. Die neu zu definierenden und zu integrierenden automatisierten Informationsflüsse werden derart gestaltet, dass aus dem Projekt resultierende Erkenntnisse in Erweiterungen bestehender EDI-Standards später einfließen können, welche letztlich international zur Anwendung gelangen sollen. Das Thema stellt ein neues, in Österreich wenig besetztes, hochinnovatives Forschungsfeld dar.

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