Projekt

LOG-Kooperative Last Mile Branchenlogistik

Beschreibung:

Im Rahmen des Projektes wird ein kooperatives Betreibermodell bzw. Organisationskonzept für die Last-Mile Branchenlogistik entwickelt, mit dem Ziel, die Güterströme aus bzw. in die Stadt zu konsolidieren. Der Ansatz basiert auf einem „Preferred Logistics Partner“ Modell. Logistikpartner, welche im KoLaMBra System mitwirken wollen, müssen bestimmte, von der Stadtverwaltung vorgegebene organisatorische, umweltpolitische bzw. soziale Auflagen erfüllen und unterliegen somit einer Zertifizierung. Im Gegenzug werden sie als bevorzugte Partner (Preferred Logistics Partner) geführt und profitieren neben der Zuweisung von Aufträgen durch das System von weiteren günstigeren Rahmenbedingungen (z.B. längerer Zustellzeitfenster, erweiterte Nutzung von Ladezonen). Um den spezifischen Anforderungen bestimmter Produktgruppen (bspw. hinsichtlich Transportequipment, Anlieferzeiten etc.) gerecht zu werden, erfolgt zudem eine branchenspezifische Zuordnung der Logistikpartner. Durch diese selektive Partnerauswahl für das System können übergeordnete Lenkungsmaßnahmen der Stadtverwaltung umgesetzt und im operativen Betrieb sichergestellt werden. Zudem wird den Versendern dadurch ein gewisser Mindestqualitätsstandard garantiert.

Das Besondere dabei ist der Umstand, dass keine neuen Güterverteilzentren geschaffen werden müssen; vielmehr bringen die am Kooperationsmodell beteiligten Logistikdienstleister ihre bereits vorhandenen Ressourcen in das System ein. Dadurch sollen u.a. eine bessere Auslastung der Transportkapazitäten, eine Reduktion der Fahrten, eine Senkung der Umweltbelastung in den Städten sowie kürzere Zustell-/Abholtouren erreicht werden. Die Kommunikation zwischen Versendern, Logistikpartnern und Frächtern erfolgt über eine virtuelle Kommunikationsplattform, mit Hilfe derer Sendungsdaten und andere Informationen (Lieferstatusangaben, Lieferscheine, Rechnungen) untereinander einfach und in Echtzeit ausgetauscht werden können. Die Tarifbestimmung erfolgt kooperativ, was bedeutet, dass auftretende Bündelungsvorteile an alle beteiligten Partner adäquat weitergegeben werden.