Projekt

BiKoPla (Biozode Kunststoffoberflächen mittels Plasmaabscheidung)

Beschreibung:

Die Bekämpfung von Krankheiten und die Verhinderung ihrer Ausbreitung gehören zu überlebenswichtigen Herausforderungen unserer Gesellschaft. Durch den vermehrten Einsatz von Kunststoffen kommt der Übertragung von Keimen, aber vor allem der Verhinderung deren Ausbreitung über Kunststoffoberflächen, große Bedeutung zu. Solche Oberflächen sollten einer Besiedlung mit Mikroben über längere Zeiträume widerstehen.

Ziele des COIN-Projekts "BiKoPla" sind die Entwicklung der Anlagen- und Prozesstechnik zur Erzeugung von bioziden Oberflächen auf Basis von Metalloxiden und hydrophoben Filmen, die mittels Niederdruckplasmatechnik bzw. Bedampfungstechniken (PACVD, PVD) direkt auf Kunststoffoberflächen abgeschieden werden (Funktionalisierung). Die resultierenden Oberflächen sollen physikalisch charakterisiert und ihre biozide Wirkung biologisch-mikroskopisch quantifiziert werden. Es soll mit dieser Technologie folglich der Einsatz klassischer aggressiver chemischer oder physikalischer Methoden, welche die Materialeigenschaften negativ beeinflussen oder die Oberfläche zerstören könnten, reduziert oder sogar vermieden werden. Durch die geplante direkte Abscheidung der Wirksubstanzen unmittelbar an der Oberfläche sollen die oben beschriebenen Probleme nicht mehr bzw. in geschwächter Form auftreten. Die angestrebten Ergebnisse umfassen im Wesentlichen:

Entwicklung der Prozesstechnik zur Abscheidung nicht-silberhaltiger, biozider Filme auf Kunststoffoberflächen mittels Gasentladungs-Plasmen

Umweltfreundliche, ressourcenschonende Technik zur (nachträglichen) Ausrüstung keimabstoßender bzw. keimabtötender Oberflächen auf Kunststoffen

Verlässliche Methoden zur physikalischen, chemischen und biologischen Charakterisierung von bioziden Kunststoffoberflächen und Vorhersagen über deren Wirksamkeit

4/2013 - dato

Leitung:

Personen:

Forschungsschwerpunkte:

Forschungseinheiten:

Forschungsprogramm:

FFG COIN

Das Projekt wird im Programm COIN Cooperation & Innovation durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert.